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Eine Preisanpassung ankündigen: Reihenfolge, Wortwahl, Zeitpunkt

Wem zuerst, mit welchen Worten und wann: ein nüchterner Ablauf für die Mitteilung neuer Preise an bestehende Kundinnen und Kunden, ohne Druck und ohne Entschuldigungen.

Eine Preisanpassung ist eine Mitteilung

Wer seine Preise ändert, informiert Menschen, die bisher mit dem alten Preis gerechnet haben. Das gelingt am besten, wenn die Mitteilung früh kommt, kurz ist und den Grund nennt. Eine Entschuldigung braucht es nicht; eine nachvollziehbare Begründung schon.

Die Reihenfolge

Zuerst erfahren es die Kundinnen und Kunden, die am meisten bei Ihnen beziehen. Sie bekommen einen Anruf oder ein persönliches Schreiben. Danach folgen die übrigen Stammkunden per Brief oder E-Mail, zuletzt wird die Preisliste auf der Website und im Betrieb ausgetauscht. So erfährt niemand aus zweiter Hand, dass sich etwas geändert hat.

Die Wortwahl

Bewährt hat sich ein Aufbau in drei Sätzen: was sich ab wann ändert, weshalb, und was gleich bleibt. Vermeiden sollten Sie Formulierungen, die Verständnis erbitten oder Dank im Voraus aussprechen; sie wirken, als sei die Änderung etwas, das man verzeihen muss.

Der Zeitpunkt

Zwischen Mitteilung und Gültigkeit sollten mindestens vier bis sechs Wochen liegen, bei Rahmenverträgen die vertraglich vereinbarte Frist. Laufende Offerten behalten ihren Preis bis zum angegebenen Ablaufdatum.

Ein Mann im dunklen Anzug schreibt auf einem Klemmbrett an einem Marmortisch in einer Lobby.
Ein Mann im dunklen Anzug schreibt auf einem Klemmbrett an einem Marmortisch in einer Lobby.Platzhalter

Was dieser Ablauf nicht leistet

  • Wir übernehmen keine Buchhaltung, keine Steuererklärung und keine Revision; dafür bleibt Ihre Treuhandstelle zuständig.
  • Wir verkaufen keine Software und keine Lizenzen. Die Vorlagen laufen in gängigen Tabellen- und Textprogrammen.
  • Wir versprechen keine Umsätze, Margen oder Abschlussquoten. Was ein Preis am Markt bewirkt, entscheidet sich in Ihrem Betrieb.
  • Wir verhandeln nicht in Ihrem Namen mit Kundinnen, Kunden oder Lieferanten.
  • Wir beraten keine Konzerne und keine Firmen mit mehr als rund 50 Mitarbeitenden; dafür ist unsere Methodik nicht ausgelegt.

Fragen zur Preisanpassung

Übernehmen Sie auch die Verhandlung mit Kunden?

Nein. Wir bereiten Optionen und Argumente auf; das Gespräch mit Ihrer Kundschaft führen Sie selbst.

Gibt es Rabatte auf die Leistungen?

Drei der fünf Leistungen sind zurzeit rabattiert; der reguläre Preis ist jeweils gestrichen daneben ausgewiesen. Weitere Rabatte gibt es nicht.

Kann ich einen Termin verschieben?

Ja, bis zwei Arbeitstage vor dem Termin ohne Kosten. Bei kürzerer Frist verrechnen wir die Hälfte des Sitzungsanteils; die Einzelheiten stehen in den AGB.

Wo die Preisarchitektur ansetzt

In der Preisarchitektur legen wir gemeinsam fest, wie Preisänderungen im Betrieb ablaufen: wer sie vorbereitet, wer sie freigibt, in welcher Reihenfolge die Kundschaft informiert wird und welche Formulierungen Sie verwenden. Das Ergebnis steht im Preisdokument und in einer Entscheidungstabelle für wiederkehrende Fälle.

Wer nur eine einzelne Anpassung vorbereitet, etwa gegenüber einem grossen Kunden, ist mit einem Preis-Check-in besser bedient. Dort rechnen wir die Optionen durch und halten sie in einer Notiz fest.

Unterlagen für die Mitteilung

Kalkulationsblatt

Tabellenformat (.xlsx oder .ods), ohne Makros. Jede Formel ist sichtbar, jede Eingabezelle markiert. Das Blatt rechnet den kostendeckenden und den Zielstundensatz oder, in der Offertvariante, Kosten, Zuschlag und Endbetrag pro Position.

Offertvorlage

Textdokument (.docx oder .odt) in Ihrem Briefkopf, mit Ihren Formulierungen für Positionen, Gültigkeit, Zahlungsfrist und Hinweis auf Ihre Bedingungen. Die Zahlen kommen aus dem Kalkulationsblatt.

Preisdokument und Entscheidungstabelle

PDF plus bearbeitbare Quelle. Das Preisdokument hält Stufen, Bündel und Regeln fest; die Entscheidungstabelle beantwortet die drei bis fünf häufigsten Fälle, etwa Mengenrabatt, Eilzuschlag oder Sonderwunsch.

Sitzungsnotizen

Eine bis zwei Seiten pro Sitzung als PDF, innerhalb von drei Arbeitstagen: besprochene Punkte, getroffene Entscheide, offene Fragen und wer sie bis wann klärt.

Erklärung auf einer Seite

Zu jedem Kalkulationsblatt gehört eine Seite Text, die den Rechenweg so erklärt, dass ihn auch jemand versteht, der nicht in der Sitzung war.

Sitzungsmittel

Vor Ort rechnen wir am Bildschirm oder auf Papier; online über ein gängiges Videogespräch-Programm mit geteiltem Bildschirm. Sie brauchen keine zusätzliche Software.

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