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Offerten mit Positionen: was hinter jeder Zahl steht

Warum eine Offerte mit Positionen leichter zu erklären ist als eine Pauschalsumme, und wie das Kalkulationsblatt dahinter aufgebaut wird, damit der Endbetrag nachvollziehbar bleibt.

Pauschale oder Positionen

Eine Pauschalsumme ist schnell geschrieben und lässt sich schlecht verteidigen. Sobald eine Kundin fragt, woraus sich der Betrag zusammensetzt, muss die Antwort aus dem Gedächtnis kommen. Eine Offerte mit Positionen beantwortet die Frage, bevor sie gestellt wird, und sie hilft dem Betrieb selbst: Wer jede Position einzeln rechnet, sieht, wo er knapp kalkuliert.

Was hinter einer Position steht

Jede Position besteht aus Arbeitszeit, Material, Fremdleistung und einem Zuschlag. Die Arbeitszeit wird mit dem Stundensatz multipliziert, das Material zum Einstandspreis eingesetzt und mit einem Aufschlag versehen, der Beschaffung, Lager und Ausschuss deckt. Das Kalkulationsblatt führt diese Teile in Spalten, der Endbetrag steht rechts.

Vorlagen für wiederkehrende Aufträge

Die meisten Betriebe schreiben dieselben drei bis fünf Auftragsarten immer wieder. Für diese lohnt sich eine Vorlage mit vorausgefüllten Positionen: Man ändert Mengen und Stunden, der Rest bleibt. Das spart Zeit und verhindert, dass ein Zuschlag vergessen geht.

Der Text um die Zahlen

Neben den Beträgen enthält eine Offerte Formulierungen zu Gültigkeit, Zahlungsfrist und Ausschlüssen. Sie sollten in der Sprache des Betriebs stehen und kurz sein. Lange Vorbehalte werden selten gelesen, kurze dafür eher.

Zwei Männer im Anzug besprechen Diagramme auf einem Tablet, daneben liegt ein Taschenrechner.
Zwei Männer im Anzug besprechen Diagramme auf einem TabletPlatzhalter

Fragen zur Offertvorlage

Welche Unterlagen brauche ich?

Die Erfolgsrechnung des letzten Geschäftsjahres, die Lohnsumme, Ihre aktuelle Preisliste und zwei bis drei Offerten. Fehlt etwas, beginnen wir mit Schätzwerten.

Erhalte ich die Dateien oder nur ein PDF?

Beides: die bearbeitbare Tabelle oder das Textdokument und eine PDF-Fassung zum Ablegen.

Was kostet ein Erstgespräch?

Nichts. Das Erstgespräch dauert rund 20 Minuten, ist unverbindlich und dient dazu, die passende Leistung zu bestimmen und den festen Preis zu nennen.

Für wen sich die Beiträge eignen

Handwerksbetriebe

Sanitär, Elektro, Schreinerei, Malerei, Gartenbau: Betriebe, die nach Stunden und Material offerieren und deren Stundensatz seit Jahren steht.

Dienstleister

Grafik, Reinigung, IT-Support, Beratung: Firmen, deren Preisliste aus wenigen Positionen besteht, die aber häufig erklärt werden müssen.

Kleine Händler

Betriebe mit mehreren Produktlinien, bei denen Rabatte und Zuschläge bisher nach Gefühl vergeben wurden.

Nachfolgerinnen und Nachfolger

Wer einen Betrieb übernimmt und die geerbte Preisliste zum ersten Mal von aussen betrachtet.

Was die Vorlage leistet und was nicht

Die Vorlage nimmt Ihnen das Rechnen und das Formulieren der Standardteile ab. Sie zeigt, welche Kosten in einer Position stecken und wie der Zuschlag gerechnet wird. Beides lässt sich in der Sitzung anpassen, bis es zu Ihrer Arbeitsweise passt.

Sie entscheidet nicht, welchen Preis der Markt trägt. Ob eine Offerte angenommen wird, hängt von vielem ab, das nicht im Blatt steht. Wir rechnen mit Ihnen den Preis, den Ihr Betrieb braucht; was Sie daraus machen, bleibt Ihre Entscheidung. Zur Leistung