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Den kostendeckenden Stundensatz Schritt für Schritt herleiten
Vier Schritte von der Erfolgsrechnung zum Stundensatz: Jahreskosten sammeln, verrechenbare Stunden zählen, teilen und einen Zuschlag festlegen. Der Beitrag zeigt den Rechenweg, den auch das Kalkulationsblatt in der Stundensatz-Kalkulation verwendet.
Schritt 1: Die Jahreskosten sammeln
Ausgangspunkt ist die Erfolgsrechnung des letzten Geschäftsjahres. Alle Kosten, die ein Betrieb trägt, bevor er einen einzigen Franken verdient, gehören in die Summe: Löhne samt Sozialleistungen, ein Lohn für die Inhaberin oder den Inhaber, Miete, Fahrzeuge, Werkzeug, Versicherungen, Software und Weiterbildung. Material, das direkt auf einen Auftrag verrechnet wird, bleibt draussen; es wird später in der Offerte separat ausgewiesen.
Häufig fehlt der Unternehmerlohn. Er steht nicht in der Buchhaltung, weil er aus dem Gewinn bezogen wird. Wer ihn weglässt, rechnet einen Satz, der den Betrieb trägt, aber nicht die Person dahinter.
Schritt 2: Die verrechenbaren Stunden zählen
Ein Vollzeitpensum hat rund 2'100 Arbeitsstunden im Jahr. Abzuziehen sind Ferien, Feiertage, Absenzen, Weiterbildung, Fahrten, Offerten und Administration. Übrig bleiben die Stunden, die tatsächlich auf einer Rechnung erscheinen. Bei Handwerksbetrieben liegt dieser Anteil oft deutlich unter drei Vierteln; die genaue Zahl liefern die Rapporte des letzten Jahres, nicht eine Schätzung.
Schritt 3: Teilen
Jahreskosten geteilt durch verrechenbare Stunden ergibt den kostendeckenden Stundensatz. Er ist eine Untergrenze: Bei diesem Satz bleibt am Jahresende weder Gewinn noch Verlust. Ein Betrieb, der darunter arbeitet, bezahlt die Differenz aus der Substanz.
Schritt 4: Zuschlag und Rundung
Auf die Untergrenze kommt ein Zuschlag für Risiko, Investitionen und schwankende Auslastung. Wie hoch er ausfällt, ist ein Entscheid des Betriebs und hängt von dessen Lage ab. Danach wird gerundet, in der Praxis meist auf volle fünf Franken.

Wo wir den Stundensatz mit Ihnen rechnen
Unser Sitz liegt an der Wallisellerstrasse in Opfikon, im Glattal zwischen dem Flughafen und der Stadt Zürich. Opfikon mit dem Ortsteil Glattbrugg gehört zur Agglomeration Zürich; mit S-Bahn und Glattalbahn sind Wallisellen, Kloten, Dübendorf und der Zürcher Hauptbahnhof in wenigen Minuten erreichbar. Vor-Ort-Termine bieten wir in Opfikon, Glattbrugg, Kloten, Wallisellen, Dübendorf, Bassersdorf, Rümlang und in der Stadt Zürich an.
Betriebe ausserhalb dieses Gebiets erreichen uns per Videogespräch; die Unterlagen, die Sitzungsdauer und die Übergabe sind dieselben. Für Termine bei Ihnen im Betrieb berechnen wir innerhalb des genannten Gebiets keine Anfahrt.
Standort auf der KarteRahmen und Grundlagen
Der Rahmen, in dem wir den Stundensatz herleiten.
Rechtsform und Sitz
Rappenwert ist eine Marke einer im Handelsregister eingetragenen GmbH mit Sitz an der Wallisellerstrasse in Opfikon ZH. Die Betreiberin, ihre UID und die Kontaktdaten stehen im Impressum.
Arbeitssprache und Unterlagen
Sitzungen und Dokumente in Deutsch, auf Wunsch mit englischen Spaltentiteln in den Tabellen. Alle Dateien werden in gängigen Tabellen- und Textformaten übergeben, ohne Makros und ohne eigene Software.
Methodik
Kostenarten- und Deckungsbeitragsrechnung, wie sie in der schweizerischen KMU-Praxis gebräuchlich ist. Keine Branchendurchschnitte aus Datenbanken, sondern die Zahlen Ihres Betriebs.
Vertraulichkeit
Eingereichte Unterlagen werden nur für den Auftrag verwendet, nicht an Dritte weitergegeben und auf Wunsch nach Abschluss gelöscht. Was dazu gilt, steht in der Datenschutzerklärung.
Für wen dieser Rechenweg gedacht ist
Der Rechenweg passt zu Betrieben mit bis zu rund 20 Mitarbeitenden, die nach Stunden und Material offerieren. Er eignet sich auch für Einzelfirmen, bei denen die Inhaberin selbst den grössten Teil der verrechenbaren Stunden leistet und der eigene Lohn bisher nie als Kostenposition geführt wurde.
Weniger geeignet ist er für Betriebe, die fast ausschliesslich Festpreise für Produkte verrechnen. Dort steht die Frage nach Preisstufen und Bündeln im Vordergrund; sie gehört zur Preisarchitektur.
Wie wir Konsistenz sichern
- Jedes Kalkulationsblatt folgt derselben Gliederung: Eingaben, Rechenweg, Ergebnis. Wer ein Blatt kennt, liest alle.
- Jede Zahl wird ein zweites Mal geprüft, bevor sie übergeben wird; abweichende Quellen werden im Blatt vermerkt.
- Entscheide aus den Sitzungen stehen in den Notizen, nicht nur im Gedächtnis; die Notizen gehen innerhalb von drei Arbeitstagen an Sie.
- Schätzwerte sind als solche markiert und werden ersetzt, sobald die echte Zahl vorliegt.
- Was die Methode nicht kann, sagen wir vorher: Sie liefert nachvollziehbare Preise, keine Aussage darüber, wie der Markt darauf reagiert.